Gefesselt zu werden – oder jemanden zu fesseln – ist aus gutem Grund eine der beliebtesten BDSM-Fantasien. Die physische Kontrolle abzugeben (oder zu übernehmen) ist intensiv auf die beste Art. Und es ist wirklich sicher, wenn man ein paar Regeln befolgt. Dieser Guide ist Teil der Serie BDSM für Anfänger; für die Auswahl der Ausrüstung kombiniere ihn mit Handschellen vs Seil vs Tape vs Unterbett-Fesseln.

Die goldenen Regeln des sicheren Bondage

Lerne diese, bevor du irgendetwas fesselst:

  1. Lass eine gefesselte Person niemals allein. Nicht für eine Sekunde. Bleib im Raum und achte aufmerksam auf sie.
  2. Halte eine Sicherheits-Schere griffbereit. Stumpfnasige Rettungsscheren können Seil oder Tape sofort durchtrennen, wenn etwas schiefgeht. Nicht verhandelbar.
  3. Zwei-Finger-Regel. Du solltest zwei Finger unter jede Fesselung schieben können. Enge als das gefährdet die Durchblutung.
  4. Achte auf Hände und Füße. Kalt, blass, blau, kribbelnd oder taub = sofort lösen. Taubheit und Kribbeln bedeuten, dass ein Nerv komprimiert wird.
  5. Nie um den Hals fesseln. Keine Ausnahmen für Anfänger. Der Hals ist tabu.
  6. Gelenke und tragende Belastung vermeiden. Nicht direkt über Gelenke fesseln und niemals Körpergewicht an einer Fesselung aufhängen.
  7. Vereinbare ein non-verbales Safeword. Wenn die Hände gefesselt sind, funktioniert das Fallenlassen eines Gegenstands oder dreimaliges Klopfen. Siehe Safewords.

Sichere Anfänger-Positionen

Beginne mit Positionen, die bequem, leicht zu verlassen und nicht anstrengend sind:

  • Handgelenke vorne, liegend. Der einfachste Einstieg. Fessle die Handgelenke locker und lass sie auf dem Bauch oder über dem Kopf auf einem Kissen ruhen.
  • Handgelenke am Bettgestell / Unterbett-Fesseln. Froschstellung auf dem Rücken ist bequem und bietet tollen Zugang. Unterbett-Fesselsysteme machen das mühelos.
  • Hände hinter dem Rücken, sitzend oder kniend. Perfekt für eine submissive Position – aber halte es kurz, da die Schultern ermüden.

Vermeide vorerst: Hogties, alles mit dem Gesicht nach unten, das die Atmung einschränkt, stehende Suspension und komplexe Seil-Harnesses. Das kommt später, mit Training.

Womit fesseln

Du brauchst keine ausgefallene Ausrüstung zum Starten:

Vermeide dünne Schnur, Kabelbinder oder alles, was in die Haut schneidet und nicht schnell zu lösen ist.

Ideen zum Nachmachen

  • Das hilflose Tease. Fessle die Handgelenke am Kopfteil, verbinde die Augen (Blindfold Play) und führe eine langsame Sinnlichkeitssession durch.
  • Gefesselt und gespankt. Hände hinter dem Rücken, dann ein Aufwärm-Spanking – der Kontrollverlust verstärkt jeden Schlag.
  • Das Warten-Spiel. Fessle locker, dann lass sie in Erwartung (während du direkt daneben bleibst), bevor du beginnst.

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