
Die Abrechnung des Wächters: Die Einladung des Alchemisten (Teil 3)
Wie liest man diese Trilogie in der richtigen Reihenfolge?
Dies ist eine 3-teilige Serie, aufgeteilt in 10 erotische Geschichten.
So liest du in der richtigen Reihenfolge:
- Die Geheimnisse der Archivarin:
- Masken der Begierde:
- Die Abrechnung des Wächters:
Lass uns wissen, wie es dir gefallen hat!
Bewerte die Geschichte unten oder hinterlasse einen Kommentar!
Kian stand neben Selene, die Arme verschränkt, während er ihr zuhörte, aber seine Aufmerksamkeit wanderte immer wieder ab. Sein Geist war noch unruhig, noch nicht zur Ruhe gekommen nach seiner letzten Begegnung mit Victor und Mira. Es waren Tage vergangen, doch die Erinnerung an diese Nacht – an das, was er geschehen ließ – haftete unter seiner Haut wie ein Abdruck, der sich nicht verflüchtigen wollte.
Selene neigte den Kopf und bemerkte seine Ablenkung. „Du denkst schon wieder zu viel“, neckte sie ihn, ihre Stimme warm und wissend.
Er atmete durch die Nase aus und wollte gerade widersprechen, als eine Bewegung seitlich seine Aufmerksamkeit erregte.
Victor und Mira näherten sich mit unbeeilten, eleganten Schritten, ihre Präsenz zog mühelos Blicke auf sich. Kian straffte sich instinktiv, ahnend, dass das, was sie zu sagen hatten, etwas von ihm verlangen würde.
„Kian“, begrüßte Victor ihn, die Lippen zu einem Lächeln verzogen. „Da ist jemand, den wir dir gerne vorstellen möchten.“
Selene blickte zwischen ihnen hin und her und erfasste die Situation sofort. „Das ist mein Stichwort, oder?“, sagte sie leichthin, obwohl Neugier in ihrem Blick aufblitzte.
„Leider ja“, erwiderte Mira lächelnd. „Aber du wirst später sicher alles darüber hören. Du bist schließlich mit ihm befreundet.“
Selene grinste Kian an und tippte mit den Fingern gegen seinen Arm. „Versuch nicht zu sehr zu grübeln.“ Damit glitt sie davon, ihre Abwesenheit ließ die Luft zwischen ihnen schwerer werden.
Kian wandte sich Victor und Mira zu, sein Gesichtsausdruck unlesbar. „Wen treffe ich?“
Miras Augen funkelten. „Den Alchemisten.“
Etwas in Kians Magen zog sich zusammen. Er hatte vom Alchemisten gehört – Flüstern über eine schwer fassbare Figur, die an der Schnittstelle von Empfindung und Wissenschaft operierte. Der Alchemist war kein Mitglied des Vault, aber er war bereits eingeladen worden, seine Expertise wurde von denen gesucht, die erkunden wollten.
„Und warum genau wollt ihr, dass ich ihn treffe?“, fragte Kian, Argwohn in seiner Stimme.
Victor lachte leise. „Weil du es brauchst.“
Das war kaum eine Antwort, aber Kian widersetzte sich nicht, als sie ihm bedeuteten, ihnen zu folgen.
~
Das Labor des Vault unterschied sich von den anderen Räumen. Die Luft war dick vom Duft warmer Öle und einem Hauch von Gewürz.
Im Zentrum des Raums stand der Alchemist.
Er trug fließende schwarze Roben, sein Gesicht teilweise von Schatten und Licht verdeckt. Als er sich umdrehte und Kian musterte, verzogen sich seine Lippen zu einem Lächeln, als hätte er ihn schon lange erwartet, bevor Kian überhaupt hierhergekommen war.
„Kian“, sagte er sanft. „Ich habe schon viel über dich gehört.“
Kians Kiefer spannte sich an. „Das kann ich von mir nicht behaupten.“
Der Alchemist lachte und trat näher. „Dann werden wir das heute Nacht ändern.“
Victor und Mira lehnten sich an die hintere Wand und beobachteten mit der Haltung stiller Zuschauer.
Der Alchemist betrachtete ihn einen langen Moment, bevor er eine kleine, verzierte Glasflasche hob. Die Flüssigkeit darin schimmerte im Licht. „Heute Nacht konzentrieren wir uns auf Empfindung. Öl. Augenbinden. Vertrauen.“
Kians Rücken versteifte sich. „Vertrauen?“
Der Alchemist neigte den Kopf. „Du fürchtest das, was du nicht sehen kannst, nicht wahr?“
Kian antwortete nicht. Er musste es nicht.
Der Alchemist trat näher, seine Präsenz sowohl beruhigend als auch beunruhigend. „Zieh deine Kleidung aus“, wies er ihn leise an.
Kian gehorchte. Nacktheit war nichts Neues für ihn. Er stieg aus Hose, Hemd und Unterwäsche, stand nackt vor ihnen allen.
Der Alchemist wies ihn an, sich auf die Massageliege zu legen, und er gehorchte.
Kian lag ausgestreckt auf der Massageliege, sein Körper nackt auf der seidenbezogenen Oberfläche. Eine Augenbinde bedeckte bald seine Augen und machte ihn völlig blind. Man hatte ihm nicht gesagt, wer ihn durch dieses Erlebnis führen würde – nur, dass er loslassen und fühlen sollte.
Das war leichter gesagt als getan.
Er atmete langsam aus, hielt seinen Körper angespannt, während er auf Geräusche lauschte. Ein leises Rascheln von Stoff. Das leise Geräusch von Öl, das in eine Handfläche gegossen wurde.
Dann – Berührung.
Warme Hände glitten über seine Schultern, drückten mit geübter Leichtigkeit in verspannte Muskeln. Kian sog scharf die Luft ein, bewegte sich aber nicht, ließ die Empfindung durch sich hindurchfließen. Die Hände glitten tiefer, über seine Arme, kneteten langsame, feste Kreise in seine Bizepse, bevor sie zurück zu seiner Brust arbeiteten.
Die Wärme breitete sich aus, Öl sank in seine Haut, während diese Hände ihn mit schmerzhafter Geduld erkundeten und ihn mit absichtlichen, trägen Streichen neckten. Sein Magen spannte sich an, als Fingerspitzen über seine Rippen strichen, die Kurve seiner Taille nachzeichneten und dann tiefer glitten – genau bis zur Grenze dessen, was er sich am meisten wünschte.
Doch sie wagten sich nicht weiter.
Sein Atem wurde tiefer, Frustration begann unter seiner Haut zu brodeln. Wer auch immer das war, er wusste genau, was er tat – hielt ihn am Rand, ohne ihm je ganz zu geben, was er begehrte.
Die Hände kehrten zu seiner Brust zurück, Daumen drückten in die Vertiefung zwischen den Schlüsselbeinen, bevor sie hinabglitten, über die festen Rillen seines Bauches.
Kian zitterte.
Ein leises Summen durchbrach die Stille, das Geräusch zu vertraut. Seine Brauen zogen sich unter der Augenbinde zusammen.
Nein.
Das konnte nicht sein –
Die Hände bewegten sich wieder, Nägel kratzten leicht über seine Seiten, die Empfindung jagte ein unwillkürliches Zittern durch ihn. Ein atemloses Lachen folgte, sinnlich und unverkennbar.
Mira.
Er versteifte sich. „Du—“
„Pst“, flüsterte sie, ihre Handflächen über seine Oberschenkel ziehend, nur knapp vor seiner wachsenden Erregung haltend. „Entspann dich, Kian.“
Sein Kiefer spannte sich an. Entspannung war jetzt unmöglich.
Sie lehnte sich näher, der Hauch ihres Atems streifte seine Haut. „Du machst das so gut“, murmelte sie, ihre Stimme getränkt von Belustigung. „So gehorsam. So geduldig.“
Seine Finger zuckten gegen die Seidenlaken, seine Kontrolle bröckelte mit jeder neckenden Berührung.
Miras Hände wanderten wieder nach oben, kartografierten seinen Körper, als hätte sie alle Zeit der Welt. Ihre Daumen zeichneten langsame Kreise über seine Hüftknochen, ihre Nägel folgten der Linie seines Beckens – so, so nah an dem, was er wollte.
Doch sie berührte ihn dort nicht.
Noch nicht. Wieder nicht.
Kians Atem ging jetzt stoßweise, seine Brust hob und senkte sich mit kaum verhohlener Sehnsucht.
„Mira“, warnte er, seine Stimme rau.
„Hmm?“ Sie spielte Unschuld, ihre Finger glitten wieder tiefer – näher, näher – bevor sie im letzten Moment auswichen.
Seine Muskeln spannten sich an.
„Du magst es nicht, geneckt zu werden?“, fragte sie, Lachen in ihrer Stimme.
Er biss die Zähne zusammen.
Sie drückte einen langsamen, offenen Kuss auf seinen Hüftknochen, ihre Nägel gruben sich leicht in seine inneren Oberschenkel. „Du warst so brav für mich“, schnurrte sie. „Soll ich dich belohnen?“
Kian schluckte schwer, sein ganzer Körper gespannt vor Vorfreude.
Mira ließ ihn nicht länger warten.
Ihre Hand schloss sich um seinen Schwanz, schlüpfrig vom Öl, Finger bewegten sich mit qualvoller Präzision.
Ein kehliges Geräusch entrang sich seiner Kehle, als Lust ihn übermannte, seine Kontrolle löste sich vollständig unter ihrer Berührung auf.
Sie streichelte ihn zunächst langsam, ihr Griff fest aber neckend, ihr Daumen kreiste in wahnsinnig absichtlichen Bewegungen über die sensible Spitze.
„Das ist es“, flüsterte sie, ihre Lippen streiften sein flammend rotes Ohr. „Lass einfach los.“
Sein Atem stockte, sein Körper drängte sich der Erlösung entgegen, während sie ihn mit geschickten, unerbittlichen Bewegungen bearbeitete. Die Lust zog sich immer enger zusammen, seine Beherrschung entglitt mit jedem Strich, jeder geflüsterten Ermutigung.
Und dann –
Sein Körper spannte sich an, die Augenbinde verstärkte alles, als er in ihren Händen zerbrach, Lust in Wellen durch ihn brandete, so intensiv, dass er fast vergaß zu atmen.
Miras Griff lockerte sich erst, als er erschöpft war, sein Körper zitterte von der Wucht.
Erst dann lehnte sie sich vor und drückte einen Kuss auf seine feuchte Schläfe.
„Siehst du?“, murmelte sie, selbstgefällige Befriedigung in ihrer Stimme. „War doch gar nicht so schwer, oder?“
Kian konnte kaum die Kraft finden, zu antworten.
Mira lachte leise, entfernte die Augenbinde mit quälender Langsamkeit.
Als sich seine Sicht angepasst hatte, sah er, wie sie ihn mit diesem boshaften, wissenden Lächeln beobachtete.
Und er wusste ohne jeden Zweifel, dass er da nicht mehr rauskommen würde. Er war süchtig – und es gefiel ihm.
Teil 4 lesen: Die Hingabe des Wächters
Wie liest man diese Trilogie in der richtigen Reihenfolge?
Dies ist eine 3-teilige Serie, aufgeteilt in 10 erotische Geschichten.
So liest du in der richtigen Reihenfolge:
- Die Geheimnisse der Archivarin:
- Masken der Begierde:
- Die Abrechnung des Wächters:
Lass uns wissen, wie es dir gefallen hat!
Bewerte die Geschichte unten oder hinterlasse einen Kommentar!




